Ängste verstehen, behandeln und Schritt für Schritt überwinden
„Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt, und sie überwindet.“ (Khalil Gibran)
Angst ist eine überlebenswichtige Warn- und Schutzreaktion. Was aber tun, wenn Ängste in völlig unbegründeten Situationen auftauchen, in keinem angemessenen Verhältnis mehr zum Auslöser stehen, das eigene Tun und Handeln lähmen und sie zu einer Dauerbelastung werden?
Angststörungen gehören heute zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Etwa 15% der Bevölkerung erkranken jährlich, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer und insbesondere auch die Neuerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zunehmen. Oftmals nehmen Betroffene lange Zeit keine Hilfe in Anspruch. Ängste sollten jedoch möglichst schnell behandelt werden da sie zur Chronifizierung neigen und psychische Folgeerkrankungen nach sich ziehen können. Angststörungen zählen zudem zu den Erkrankungen, die sich sehr gut behandeln lassen.
In meiner Praxis für Psychotherapie und Hypnose in Rosenheim begleite ich Sie mit einer Kombination aus Hypnosetherapie und Rational-Emotiver Verhaltenstherapie (REVT). Diese Kombination ermöglicht eine effektive Arbeit sowohl auf der bewussten als auch auf der unbewussten Ebene. Meine Behandlung richtet sich an Menschen mit folgenden Formen der Angststörung:
- Generalisierte Angst
- Panikattacken
- Phobien, wie z.B. Flugangst, Höhenangst, Prüfungsangst, Angst vor Hunden, soziale Ängste, Agoraphobie, Angst vor großen Menschenansammlungen, Angst vor dem Autofahren, Redeangst o.ä.

Ziel unserer gemeinsamen Arbeit ist, dass Sie
- Belastende Gedanken hinterfragen und verändern lernen
- Neue Perspektiven entwickeln
- Alte Denk- und Verhaltensmuster durchbrechen
- Wirksame Strategien im Umgang mit Angst aufbauen
- Körperliche und emotionale Symptome der Angst reduzieren
- Ihre inneren Ressourcen aktivieren und Stärken erkennen
- Belastende Erfahrungen verarbeiten und lösen
- Ihre Ängste überwinden lernen
Folgende Fragen können Ihnen zunächst helfen festzustellen, ob Ihre Angst bereits eine über das „normale“ Maß hinausgehende Angst ist:
- Denken Sie einen großen Teil des Tages über Ihre Ängste nach?
- Haben Sie häufig Angst verlassen zu werden, krank zu werden, dass etwas Schlimmes passieren könnte, Angst vor dem Älterwerden, Einsamkeit, Angst wie es nur weitergehen soll?
- Sie leiden an Angst vor ganz bestimmten Dingen, wie z.B. Flugangst oder Prüfungsangst?
- Sie leiden an Ihren Angstzuständen und werden immer niedergeschlagener, ängstlicher und depressiver?
- Sie leiden unter Panikattacken, Zittern, Schwitzen, Herzrasen, haben in diesen Momenten das Gefühl bald durchzudrehen und Angst Ihre Wohnung zu verlassen?
- Sie ziehen sich immer mehr zurück, meiden gesellschaftliche Anlässe oder haben Angst vor Menschenansammlungen?
- Sie sind schüchtern, haben Angst auszugehen, jemanden kennenzulernen oder starke Angst davor jemanden anzusprechen?
- Es ist Ihnen peinlich, dass Sie ständig erröten, feuchte Hände haben und zur Toilette müssen, sobald Sie sich unter fremde Menschen begeben?
- Wegen Ihrer Ängste können Sie viele Dinge nicht mehr ausüben oder übernehmen?
- Ihre Ängste gefährden Ihre Partnerschaft oder Ihre Arbeitsfähigkeit?
- Sie versuchen Ihre Ängste mit Alkohol, Beruhigungsmitteln oder Drogen zu bekämpfen?
- Aufgrund Ihrer Ängste fühlen Sie sich in Ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt?
- Sie haben die Hoffnung aufgegeben, dass es noch einmal besser werden könnte und haben schon darüber nachgedacht, sich Leben zu nehmen?
Ängste entstehen häufig durch ein Zusammenspiel aus Erfahrungen, Bewertungen und erlernten Reaktionen. Oft gibt es ein auslösendes Ereignis in der Vergangenheit. Durch wiederkehrende und oftmals ähnliche Situationen wird die Angst immer wieder aktiviert, der sogenannte „Angstkreislauf“ entsteht. Als „Angstmensch“ erleben Sie zudem all diese Reaktionen körperlich und psychisch sehr intensiv. In manchen Fällen können Sie auch erkennen, dass Ihre Angst unbegründet ist, es gelingt Ihnen aber trotzdem nicht, ihre Ängste und körperlichen Reaktionen zu kontrollieren oder auszuschalten, Ihre Angst wird chronisch.
Ängste können zudem generalisieren und in diesem Fall schwerwiegende Auswirkungen haben wie z.B. ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten, Rückzug in die eigenen vier Wände und soziale Isolation, Probleme in Familie und Partnerschaft, Scham, mangelndes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, Arbeitsunfähigkeit bis hin zum drohenden Verlust des Arbeitsplatzes, „Selbsttherapie“ um die Angst in Griff zu bekommen und damit die Gefahr von Abhängigkeitserkrankungen. Häufig werden durch Ängste Depressionen ausgelöst oder umgekehrt.
Kommt Ihnen das alles bekannt vor?
Zur Behandlung bei Ängsten arbeite ich mit verschiedenen Methoden. Nach einer ausführlichen Anamnese werden wir zusammen herausfinden, welche davon für Sie am besten geeignet ist. Bitte beachten Sie, dass bei isolierten Phobien wie z.B. einer Angst vor Hunden, Spinnen oder Flugangst, in der Regel schneller Ergebnisse zu erzielen sind als bei generalisierten Ängsten, die einen komplexeren Therapieplan erfordern. Unser gemeinsames Ziel sollte jedoch Veränderung auf zwei Ebenen sein:
- bewusst durch das Erkennen und Verändern hinderlicher Gedanken
- unbewusst durch neue emotionale und körperliche Erfahrungen
So entstehen neue und hilfreiche Muster und Sie erleben wieder mehr Lebensqualität, mehr Klarheit, mehr Kontrolle und mehr Sicherheit im Umgang mit sich selbst.
